TV BALLETTSTUNDE FÜR ERWACHSENE MACHT DEN TEILNEHMERN GROSSEN SPASS 

 

21. April 2017Autor: Rosi Israel

 

 

BÜRSTADT.Die Tür zum Spiegelsaal öffnet sich und immer mehr Ballettbegeisterte treten ein. Sie sind noch ein wenig zaghaft, aber Sven Baierle geht auf sie zu und begrüßt die sieben Frauen und zwei Männer zum Ballett-Probetraining des Turnvereins (TV) Bürstadt, das in der Halle ausgetragen wird. Auch der TV-Vorsitzende Andreas Röß und die Abteilungsleiterin Turnen, Rosi Rick, schauen vorbei. Trainer Sven Baierle hatte die Abteilungsleiterin im Vorfeld angesprochen und ihr sein Vorhaben erklärt, Ballett für Erwachsene im TV anzubieten.

Idee kommt gut an

Baierle macht derzeit eine berufsbegleitende Ausbildung zum Tanzpädagogen. "Ich fand seine Idee gleich ganz toll", sagt Rick. Nach einer kurzen Absprache mit dem Vereinsvorsitzenden hieß es: "Das machen wir." Mit den Ballettstunden für Erwachsene könne der TV etwas Neues anbieten. "Wenn die Probestunden gut besucht sind, steigen wir ein", verspricht der Vorsitzende.  "Wer hat schon mal Ballett gemacht?", will der 31-jährige Trainer von den Teilnehmern wissen. Fast alle Arme schnellen nach oben. Das sei jedoch keine Bedingung, sagt Sven Baierle. Das Training sei auch für Anfänger gedacht. In seinem Unterricht sollen die Grundlagen des klassischen Balletts erlernt werden. Das sei relativ einfach. Jennifer Rottenfußer ist aus Biblis zur Ballettstunde gekommen. Die Anfängerin ist gespannt, wie sich das Probetraining entwickelt. Aus Worms ist Leo Bär. Er hat früher mit Sven Baierle Jazz und Hip-Hop getanzt. Nun will er es mit Ballett versuchen. Erst seit September vergangenen Jahres tanzt der Bobstädter Axel Müller Ballett und entpuppt sich beim Training als Naturtalent.  

Weil eine Ballettstunde immer mit Aufwärmübungen beginnt, bittet Baierle die Frauen und Männer, zuerst im Saal Aufstellung zu nehmen. Später geht es an die Stange. "Wir üben die Grundhaltung im Ballett und fangen mit den Füßen an", sagt der Trainer und macht die Positionen vor. Jede Fußposition ist standardisiert. Als Lockerungsübungen empfiehlt er nun, seine Bewegungen nachzumachen. Er beginnt mit langsamen Kopfkreisen, dann kommen die Schultern und Arme an die Reihe. Das anschließende Seitbeugen ist eine Dehnübung. Mehr davon gibt es an der Stange. Dort werden Pliés (Kniebeugen) ausgeführt. Der Trainer achtet auf die Körperhaltung der Teilnehmer. "Die Knie gehen in Richtung Fußspitzen", erklärt Baierle den Teilnehmern. Ein klassisches Plié sei ein einfacher Ballettschritt, doch es gibt weitere Versionen. Und da wird's schon schwieriger. Später begleiten die Arme die Beinarbeit. Es sind langsame, fließende Bewegungen nach klassischer Musik.

Bei den Übungen spüren die Teilnehmer, dass der gesamte Körper beansprucht wird. Doch am Schluss der Stunde sind sie sich einig: "Es hat viel Spaß gemacht."

 

 

© Südhessen Morgen, Freitag, 21.04.2017

 

Ausgeglichene Leistungen: Richter auf Platz neun

 

TURNEN TVB-Sportler beim Deutschland-Cup

BÜRSTADT - (red). Im bayerischen Waging am See veranstaltete der Deutsche Turnerbund den Bundesentscheid in den kürmodifizierten Wettkämpfen. Vom TV Bürstadt qualifizierte sich der 18-Jährige Marco Richter für den Deutschland-Cup der Turner und erreichte in der Leistungsklasse LK 1 den neunten Platz.

 MarcoRichter Bundesentscheid Juni 2016

Die vielen Trainingseinheiten in der TV Halle haben sich gelohnt: Marco Richter wurde beim

 

 

Deutschland-Cup Neunter. Foto: TV Bürstadt

In der LK 1 gingen 22 Turner aus den jeweiligen Landesturnverbänden an den Start. Marco Richter hatte vor vier Wochen in der gleichen Wettkampfklasse die Hessenmeisterschaft gewonnen und war demnach gut vorbereitet. Am Boden machte der Bürstädter direkt auf sich aufmerksam: Durch seine risikoreiche Übung mit schwierigen Elementen bekam er von den Kampfrichtern die vierthöchste Schwierigkeitsnote (12,65 Punkte). Richters Talent für hohe Sprünge blitzte auch am Sprungtisch auf. Für seinen gestreckten Tsukahara erhielt der TVB-Turner eine gute Wertung von 12,40 Punkten. Am Pauschenpferd spielte Richter seine Routine aus. Mit 11,65 Punkten erturnte er sich die sechshöchste Wertung. An den Ringen erhielt er 11,20, am Barren 12,80 und am Reck 10,60 Punkte. Mit diesen ausgeglichenen Leistungen erreichte der Bürstädter mit der Gesamtpunktzahl von 71,30 Punkten den neunten Platz und war damit bei dem Wettkampf auf Bundesebene sehr zufrieden.